Der Schauspieler Julian Hartmann, bekannt aus zahlreichen deutschen und internationalen Kinoproduktionen, hat in Berlin-Mitte unter dem Namen „Hartland“ sein eigenes Modelabel eröffnet. Nach eigenen Angaben trägt er die Idee schon seit seiner Jugend mit sich herum, als er bereits Kleidungsstücke für Freunde nähte, statt Textilien von der Stange zu kaufen. Das Label konzentriert sich auf minimalistische, geschlechtsneutrale Entwürfe aus organischen Materialien, die in kleinen Handwerksbetrieben in Brandenburg und Sachsen gefertigt werden. Bei der Vorstellung des ersten Showrooms am Rosenthaler Platz gab sich Hartmann betont unglamourös und erklärte, Mode sei für ihn eine Ausdrucksform, die nichts mit Eitelkeit, sondern mit Haltung zu tun habe.
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Bereits die ersten Blicke auf die Kollektion machen deutlich, dass Hartmann sich von schnellen Trendzyklen verabschiedet hat. Die Linien sind klar, die Farben erdig, und auffällige Logos fehlen völlig. Stattdessen verwendet der Schauspieler Naturfasern wie Leinen, Hanf und Wolle, die ausschließlich von zertifizierten Lieferanten aus Europa bezogen werden. „Hartland“ soll Kleidungsstücke anbieten, die über Jahre getragen werden können und mit der Zeit eine eigene Patina entwickeln. Die Preise bewegen sich im gehobenen mittleren Segment, was Hartmann bewusst in Kauf nimmt, um faire Löhne für die Näherinnen in der Uckermark zu garantieren.
Die Reaktionen der Modekritiker fielen überwiegend positiv aus. Die Vogue lobte die handwerkliche Qualität und nannte das Debüt ein kluges Statement gegen die Exzesse der Fast Fashion. Andere Stimmen fragten jedoch, ob sich Hartmann nicht auf seinen Promistatus verlasse, um ein Projekt durchzusetzen, das ohne seinen Namen chancenlos wäre. Hartmann entgegnete, dass er seine Bekanntheit ganz bewusst in den Dienst einer Sache stelle, die ihm am Herzen liege, und dass die handwerkliche Basis des Labels für sich selbst sprechen werde. Er wolle kein Promi-Label betreiben, das nach einer Saison wieder verschwindet, sondern langfristig eine Modemarke mit eigenem Profil aufbauen.
